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Schlagwort: Schicksal

TEIRESIAS.

All unser Klügeln gilt den Göttern nichts. Was, von

Den Vätern überliefert, wir von Uhrzeit her

Besitzen, das wirft kein Verstand zu Boden, auch

Nicht, wenn durch höchsten Scharfsinn er das Klügste fand.

Quelle

Euripides, Die Bakchen, Kadmos und Teiresias. Reclam 2005, S. 11, V. 199-203

»Das menschliche Herz hat die fatale Neigung, nur etwas Erdrückendes Schicksal zu nennen. Aber auch das Glück ist, da es unvermeidlich ist, auf seine Weise unvernünftig. Trotzdem rechnet der moderne Mensch es sich als Verdienst an, wenn er es überhaupt erkennt.«

Albert Camus, Der Mythos des Sisyphos
Rowohlt, 2013, Reinbeck bei Hamburg, S. 153.

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