Blog für Philosophie

Schlagwort: Nihilismus

»Das Loslassen, die Gelassenheit, ist im übrigen eine Haltung, die wir uns nicht nur dem Tod gegenüber wünschen, sondern in allem unseren Tun und Trachten, und doch wissen wir, daß die Gelassenheit, wenn sie nicht nur als Grenzmöglichkeit verstanden wird, zur Gleichgültigkeit und Apathie führen würde.«

Quelle

Ernst Tugendhat, Gedanken über den Tod, Philosophie in synthetischer Absicht. Synthesis in Mind, Mercelo Stamm (Hrsg.), Stuttgart, Klett-Cotta, 1998, S. 487-512.

»Man machte den Menschen ärmer, als ihn die Natur geschaffen hatte; man raubte ihm seine Empfänglichkeit, man suchte ihn fühllos, unempfindlich, gleichgültig zu machen, die Summe seiner Bedürfnisse zu verkleinern und die Heftigkeit seiner Triebe abzustumpfen.«

Quelle

Georg Forster: Über die Beziehung der Staatskunst auf das Glück der Menschheit und andere Schriften. Hrsg. von Wolfgang Rödel. Frankfurt am Main: Insel Verlag 1966, S. 169.

»Warum scheidest du nicht als gesättigter Gast von des Lebens

Tafel, du Tor, und genießest die sichere Ruhe mit Gleichmut?

Sind hingegen die Quellen der Freude dir gänzlich zerflossen,

Ist dir das Leben zum Ekel, was willst du denn weiter hinzutun,

Was doch wieder verschwindet und ohne Genuß dir zerrinnet?

Warum machst du nicht lieber eine Ende der Qual und dem Leben?«

Quelle

Lukrez, Von der Natur. Übers. von Hermann Diels. Eingef. und erl. von Ernst Günther Schmidt., Deutscher Taschenbuch, 1991, München.

»Der Überdruß angesichts der Sinnlosigkeit und die Erfahrung der Todesnähe sind also zwei gegensätzliche Möglichkeiten, die jedoch darin übereinkommen, daß wir in beiden mit dem Leben als solchen konfrontiert werden, im Gegensatz zu den begrenzten Zielen.«

Quelle

Ernst Tugendhat, Gedanken über den Tod, Philosophie in synthetischer Absicht. Synthesis in Mind, Mercelo Stamm (Hrsg.), Stuttgart, Klett-Cotta, 1998, S. 487-512.

»Bestrafung ohne Zweck und Absicht ist mit unseren Vorstellungen von Güte und Gerechtigkeit unvereinbar; und kein Zweck kann durch sie gefördert werden, wenn das ganze Spiel vorbei ist.«

Quelle

David Hume, Über die Unsterblichkeit der Seele, Die Naturgeschichte der Religion. Über Aberglaube und Schwärmerei. Über die Unsterblichkeit der Seele. Über Selbstmord, Lothar Kreimendahl (Hrsg.), Hamburg, Felix Meiner Verlag, 2000, S. 79-87.

»Das Leben wird tiefer, die Existenz sich gewisser angesichts des Todes; aber das Leben bleibt in Gefahr, angstvoll sich selbst zu verlieren in der Leere, in der Existenz sich verdunkelt; wer tapfer war, gibt sich aus der Erinnerung seiner selbst den entschiedensten Ruck, aber er erfährt die Grenze seiner Freiheit.«

Quelle

Karl Jaspers, Philosophie. Zweiter Band: Existenzerhellung, Berlin, Julius Springer, 1932, S. 220-229.

»Den Göttern gleich’ ich nicht! Zu tief ist es gefühlt;

Dem Wurme gleich’ ich, der den Staub durchwühlt;

Den, wie er sich im Staube nährend lebt,

Des Wandrers Tritt vernichtet und begräbt.«

Quelle

Johann Wolfgang von Goethe, Faust: Band I: Texte, Frankfurt am Main, Dt. Klassiker-Verlag, 2005.

»In der Komödie oder in dem komischen Teile jedes Dramas muß das Bagatell herrschen, das einzige Fatum der Zufall sein. Es wird schlechterdings in der Komik keine höhere Macht anerkannt, die über den Menschen waltend furchtbar sie ergriffe: die Erde ist ganz für sich im Besitze des Absoluten und die Götter sind gestürzt.«

Quelle

Friedrich Theodor Vischer: Über das Erhabene und Komische – und andere Texte zur Ästhetik. Einl. von Willi Oelmüller. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1967, S. 160-183.

»Im Komischen ist das Erhabene das Wahre, und wieder nicht, denn es wird vom Niedrigen unterbrochen, das Niedrige ist das Wahre, und wieder nicht, denn es ist am und im Erhabenen; so ist denn das eine und das andere wahr, das Wichtige unwichtig und das Unwichtige wichtig, der Gott des Unsinns nimmt die Welt in Besitz, alle Bestimmungen taumeln durcheinander, alles ist gleichgültig, und daß alles gleichgültig ist, ist auch wieder nicht wahr, und dies ist auch wieder nichts, und über der allgemeinen Auflösung alles Fixen und Festen steht nur das fröhliche Subjekt, das lachend die Hände in die Seite stemmt und auf die zur tollen Unruhe und zum Tanze des Widerspruchs verkehrte Welt heruntersieht.«

Quelle

Friedrich Theodor Vischer: Über das Erhabene und Komische – und andere Texte zur Ästhetik. Einl. von Willi Oelmüller. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1967, S. 160-183.

»Das Leben ist für mich sinnvoll, so möchte ich das quasi definieren, wenn ich mich einerseits nicht in den begrenzten Zwecken verliere, sondern mich auf das Leben selbst beziehe, und ich mir andererseits nicht, weil es mir leer erscheint, den Tod wünsche.«

Quelle

Ernst Tugendhat, Gedanken über den Tod, Philosophie in synthetischer Absicht. Synthesis in Mind, Mercelo Stamm (Hrsg.), Stuttgart, Klett-Cotta, 1998, S. 487-512.

»Ich verliere Existenz, wenn ich Dasein, als ob es das Sein an sich wäre, absolut nehme und mich so in ihm verfange, daß ich nur Dasein bin im Wechsel von Vergeßlichkeit und Angst. Ich gleite umgekehrt ab, wenn ich ich die Daseinserscheinung so gleichgültig finde, daß ich sie verachte und im Verschwinden mich nichts mehr angehen lasse.«

Quelle

Karl Jaspers, Philosophie. Zweiter Band: Existenzerhellung, Berlin, Julius Springer, 1932, zwischen S. 220 und S. 229.

»Wir sind so auf den Satz zurückgekommen, daß das Komische der absolute Taumel sei, worin nichts Festes, Absolutes geduldet wird, da wir die Schwäche menschlicher Erhabenheit auf einen inneren Widerspruch des Weltganzen zurückführen mußten: ein Taumel, in welchem nichts sich erhält als die absolute Freiheit und Frechheit des mit allem spielenden, lachenden Subjekts.«

Quelle

Friedrich Theodor Vischer: Über das Erhabene und Komische – und andere Texte zur Ästhetik. Einl. von Willi Oelmüller. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1967, S. 160-183.

»Der Mensch ist nur ein Schilfrohr, das schwächste der Natur, aber er ist ein denkendes Schilfrohr. Das ganze Weltall braucht sich nicht zu waffnen, um ihn zu zermalmen; ein Dampf, ein Wassertropfen genügen, um ihn zu töten. Doch wenn das ganze Weltall ihn zermalmte, so wäre der Mensch nur noch viel edler als das, was ihn tötet, denn er weiß ja, daß er stirbt und welche Überlegenheit ihm gegenüber das Weltall hat. Das Weltall weiß davon nichts. Unsere ganze Würde besteht also im Denken. Daran müssen wir uns wieder aufrichten und nicht an Raum und Zeit, die wir nicht ausfüllen können. Bemühen wir uns also, gut zu denken: Das ist die Grundlage der Moral.«

Quelle

Blaise Pascal (1623-1662): Gedanken über die Religion und einige andere Themen. Hrsg. von Jean-Robert Armogathe. Aus dem Frz. übers. von Ulrich Kunzmann. Stuttgart: Reclam, 1997, vmtl. S. 406.

»Seit Kopernikus scheint der Mensch auf eine schiefe Ebene gerathen, – er rollt immer schneller nunmehr aus dem Mittelpunkte weg – wohin? in’s Nichts?«

Quelle

Friedrich Nietzsche: Zur Genealogie der Moral. Eine Streitschrift. Nachw. von Volker Gerhardt. Stuttgart: Reclam 1988, S. 156f.

»Freilich, wenn wir zurückdenken an die verflossenen Jahrtausende, an die Millionen von Menschen die in ihnen lebten; dann fragen wir: was waren sie? was ist aus ihnen geworden? – Aber wir dürfen dagegen nur die Vergangenheit unseres eigenen Lebens uns zurückrufen, und ihre Scenen in der Phantasie lebhaft erneuern, und nun wieder fragen: was war dies alles? was ist aus ihm geworden? wo ists geblieben? – Wie mit ihm, so ists mit dem Leben jener Millionen. Oder sollten wir meinen, die Vergangenheit erhalte dadurch, daß sie durch den Tod abgeschlossen ist, ein neues Daseyn? Unsre eigne Vergangenheit, auch die nächste, der gestrige Tag, ist nur noch ein nichtiger Traum der Phantasie; und dasselbe ist die Vergangenheit aller jener Millionen.«

Quelle

Arthur Schopenhauer, Metaphysik der Sitten. Philosophische Vorlesungen. Teil IV, Volker Spierling (Hrsg.), Piper, 1988 München/Zürich, S. 60-74.

»As flies to wanton boys are we to th‘ gods,
They kill us for their sport.«

»Was Fliegen sind
den müßigen Knaben, das sind wir den Göttern.
Sie töten uns zum Spaß.«

QUELLE

Shakespeare: King Lear Act 4, scene 1, 32–37 (Duke of Gloucester).

»Die Kritik hat die imaginairen Blumen an der Kette zerpflückt, nicht damit der Mensch die phantasielose, trostlose Kette trage, sondern damit er die Kette abwerfe und die lebendige Blume breche.«

Karl Marx: Einleitung zur Kritik der Hegel’schen Rechtsphilosophie (1844). In: K. M.: Philosophische und ökonomische Schriften. Hrsg. von Johannes Rohbeck und Peggy H. Breitenstein. Stuttgart: Reclam, 2008. S. 9f.

Hörempfehlung zum Thema ›Radikaler Kritiker der Moderne – Der Philosoph Hans Blumenberg‹ von Franz Josef Wetz am 11.6.2020 im SWR2 (SWR2 Wissen: Aula).

Hier geht’s zum Radiobeitrag.

Beschreibung: »Hans Blumenberg (1920 – 1996) hat eine ungebrochene Aktualität. Er kritisierte immer wieder die Reduktion des Menschen auf naturwissenschaftliche oder ökonomische Konzepte. Seine Anthropologie bestimmt den Menschen als ein Wesen, das sich mittels Symbolen, Sprache und Metaphern eine Welt schafft, in der das Vage, Undeutliche, das gerade Erahnbare und das Abenteuer Alternativen bieten.« (Quelle: SWR2 Wissen: Aula)

Rausch und Selbstzerstörung

Pamphlet zum Thema ›Rausch und Selbstzerstörung‹. Der drogeninduzierte Rausch als Revolte gegen die Tyrannei des gesunden Lebens und der gelingenden Existenz. (Selbst-)Zerstörung als Ausdruck eines metaphysischen NEIN zum Sichfügen in die Bedingungen des ›guten‹ Lebens und als verzweifelter Schrei der Freiheit.

»Wenn wir nach Glück und einem guten Leben streben, warum fügen wir uns dann mit Rauschmitteln wie Alkohol bewusst Schaden zu und nehmen neben den Langzeitfolgen sogar zeitlich dicht folgendes Leid in Kauf? Ist uns der Rausch denn so viel wert? Was ist verkehrt an uns, dass wir ihn nicht als das Schlechte erkennen, das er ist?«

So oder so ähnlich stellt sich den Aposteln des gelingenden Lebens das Problem der Selbstschädigung durch Rauschmittel dar. Und in der Tat ist es ein Problem, das einem Kopfzerbrechen bereiten könnte. Wie ist es möglich, dass wir, wo wir doch alle in trauter ›Selbstsorge‹ um unser Wohl besorgt sind, solche Ausfallerscheinungen an den Tag legen? Sind wir etwa zu dumm, zu kurzsichtig, um zu erkennen, dass ein Vollrausch mit folgendem Vollkater nicht Signum einer gelungenen Existenz sein kann?

Ein signifikanter Teil des Schadens ist doch unmittelbar erfahrbar: der bohrende Schmerz im Hirn am ›Tag danach‹, die destruierende Scham (Alkohol), die verklebten Gedanken, die wie zäher Schleim in eklen Fäden von der Denkraumdecke hängen (Marihuana). 

Macht uns der Rausch etwa in einem kompensatorischen Maße kurzzeitig glücklich, schenkt er uns eine Intensität, die wir uns anders nicht hervorzurufen imstande sehen? Oder schmeckt es uns gar so gut? Trinken wir als anspruchsvolle Gourmands um des erhabnen Genusses willen? Auch wenn regelmäßig einflatternde Flyer das ästhetische Niveau der hiesigen Weinverköstigungen zu veranschaulichen sich mühen, dürfen wir ehrlich antworten: Wir berauschen uns vorwiegend nicht wegen der Qualität des Rauschmittels, sondern allenfalls um der des Rausches willen. 

Aber wie kann das jemand wollen? Muss so einer nicht in einer groben Fehleinschätzung glauben, dass sich der Rausch lohne?! »Gewiss muss eine geheime Rationalität solches Treiben steuern!«, mag der emsige Menschenmechaniker vermuten. Die komplexen rationalen Gerüste, die auf diesen Verdacht hin in feinfingriger Kleinstarbeit konstruiert werden, um solch fassungsloser Irratio einen stabilen Unterbau zu errichten, sind von teils beeindruckender Architektur. Was aber, wenn man der These eines Rechnungshofes, eines versteckten Verstandes und einer unbewussten Ratio in uns nicht traut? Wenn einem – vielleicht angestuppst durch andersartige Erfahrungen – der Glaube, die Menschenseele fröne im Grunde einer komplizierten Mathematik, zu gewagt vorkommt?

Nun, dann muss wohl der Rausch Ausdruck des Sturzes in das total Irrationale sein, das Ungreif- und Unbegreifbare, das ›Dionysische‹, das viel geahnte ›Andere‹ der Vernunft, das insbesondere der deutsche Denker inniglich liebt und das er allzeit gern mit wohligem Grauen erahnt.

Doch diese Vermutungen und schulmäßigen Erläuterungen haben etwas eigentümlich Naives in Bezug auf ihre eigenen Voraussetzungen. Viel wahrscheinlicher ist, dass Ausgangspunkt und Richtung für diese aufwendigen Deutungen bereits falsch gewählt wurden. Hintergrund des Fehlers ist eine für selbstverständlich gehaltene Moral des gelingenden Lebens, gepaart mit dem Fetisch der Gesundheit, dessen Normativität gelegentlich Züge der Tyrannei zeigt. 

Wäre es nicht möglich, dass der Hang zur umfassenden Zerstörung, der im Rausch liegt, nicht primär eine Kompensation vom alltäglichen Stress ist, sondern das Zurückschnellen aus einer tieferen Überspannung: aus derjenigen der Sorge selbst?

Denn es gibt im Rausch ein viel umfassenderes Nein als man da haben möchte: eine Absage an alle Bemühungen um das gute und richtige, das brave Leben, einen verkrümmten aber wurzelnahen Auswuchs der Freiheit, einen letzten Trotz, der sich nicht den natürlichen Umständen dessen, was gesund ist, unterwerfen möchte. Er beinhaltet eine Zurückweisung der eigenen Klugheit, dem eintrainierten Auf-sich-acht-geben, der wohlwollenden Für- und Selbstsorge.

Die Wahrheit ist: Es liegt etwas Erniedrigendes in der Tatsache, dass wir uns mit so viel Mühe und so vielen schlauen Schlichen um dasjenige kümmern, was uns gut tut, etwas Demütigendes in dem Sich-Fügen in die natürlichen Umstände, in der ›Lebenskunst‹ , die ihr Zentrum letztlich doch nur in cleveren Techniken zur Anpassung an das Gegebene und Geforderte findet, darin, sich das zielkonforme Mindset einzupeitschen, das dich so sympathisch wie erfolgreich macht, in dem unterwürfigen Bemühen, es ›richtig‹ zu machen.

Dass die Wege des guten Lebens zugleich verborgen und schicksalshaft wirken, darf als herabwürdigende Zumutung des Daseins an uns gelten. Es darf so gelten, weil es uns so erscheint. Wenn das Ganze sich als Spiel mit vorgegebenen Regeln darstellt und das ›Gelingen‹ darin besteht, die Regeln zu beherrschen und kluge Züge zu machen, worin könnte mehr Freiheit aufscheinen als in dem entschlossenen Nein zum Spiel? Dem Spiel die Karten vor die Füße zu werfen, wohlwissend, dass es dich im Gegenzug kalt und regelkonform vernichten wird, ist das nicht Ausdruck einer großen, wenn auch einer verzweifelten Freiheit

Neben allem ›Todestrieb‹, aller natürlichen oder ansozialisierten ›Destruktivität‹, die in den harten Formen des Rausches beherrschend, in den weichen bestimmend mitwirken mag, bleibt ein anderer Bruch, der für den erwachsenen Menschen viel fundamentaler ist: das metaphysische Nein zum Guten. 

Dieses Nein ist deshalb primär metaphysisch und erst abgeleitet moralisch, weil es sich zum Ganzen den Seienden (meta ta physica) verhält und weil es – insofern es überhaupt irgend möglich ist, sich zu diesem Ganzen bejahend oder verneinend zu halten – das ganze Spiel ablehnt. Worin anders aber könnte die Würde des Menschen heller erstrahlen als in der bitteren Verweigerung des Unausweichlichen? Woran die Freiheit prägnanter sich schärfen als im letzten Gegenhalt gegen ihre allmächtige Demütigung.

Warum trinkt nur die Jugend sich ins Koma, während das Alter ernüchtert? Liegt es nicht daran, dass wir uns mit dem Älterwerden den Bedingungen fügen? Es sollte uns zu denken geben, dass eine der ersten Antworten des erwachenden Bewusstseins auf die erkannte Welt darin besteht, sich und sie in die Bewusstlosigkeit zu verwerfen.

Es gibt eine Verneinung, die gegen alle und alles und genuin gegen das eigene Wohl gerichtet ist, eine Sehnsucht nach Zerstörung, die nicht auf Umwegen der eigenen Gesundheit dienen möchte. Diese Vernichtung soll reines Nein sein, ohne versteckten Profit. Wer sich kennt, kennt auch diesen tiefen Zug. Wen wundert es da, dass wir uns so große Mühe geben, ihn nicht zu sehen.

»Unter der Maske des Hedonismus bist du doch selbst der Sensenmann, und dein Weg führt in die Nacht. Hedonismus hat keine Bedeutung. Das ist auch nur eine Lüge. Oder bestenfalls der faule Kompromiss für die Feiglinge.«

Jack London • König Alkohol

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