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Schlagwort: Freundschaft

»Wenn der Mächtge dein begehrt, Bist du ihm als Freund was wehrt, Wie die Noth von ihm gewichen, Ist die Freundschaft auch erblichen.«

Quelle

Ludwig Tieck • Der getreue Eckart und der Tannhäuser [1799/1812]

»Eckbert war immer nur auf kurze Augenblicke froh, denn er fühlte es deutlich, daß ihn Hugo nur aus einem Irrthume liebe; jener kannte ihn nicht, wußte seine Geschichte nicht, und er fühlte wieder denselben Drang, sich ihm ganz mitzutheilen, damit er versichert seyn könne, ob jener auch wahrhaft sein Freund sey. Dann hielten ihn wieder Bedenklichkeiten und die Furcht verabscheut zu werden, zurück. In manchen Stunden war er so sehr von seiner Nichtswürdigkeit überzeugt, daß er glaubte, kein Mensch könne ihn seiner Achtung würdigen, für den er nicht ein völliger Fremdling sey.«

Quelle

Ludwig Tieck – Der blonde Eckbert [1797]

»Die Freundschaft richtet sich auf den Anderen, die Liebe sucht, was nicht die Struktur des Seienden hat, sie sucht vielmehr das unendliche Zukünftige, was, was zu zeugen ist.«

Emmanuel Levinas, Totalität und Unendlichkeit. Versuch über die Exteriorität, Freiburg i. Br. / München 2002, S. 389.

Gibt es im Alter so etwas wie Freundschaft? Warum hat sie scheinbar nichts mit dem gemein, was unter ›Jungen‹ als Freundschaft gilt?

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