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Schlagwort: Ewigkeit

»Könnten wir also das Leben selbst auf Jahrhunderte dehnen,

Ewig würde doch währen der Tod, und für jenen, der heute

Schied aus dem Tageslicht, wird das Nichtsein kürzer nicht dauern

Als für den, der schon Monde zuvor und Jahre verstorben.«

Quelle

Lukrez • Von der Natur. Übers. von Hermann Diels. Eingef. und erl. von Ernst Günther Schmidt, Deutscher Taschenbuch, 1991, München.

»Der Typus ›moderner Mensch‹ hält vom Fortleben vor allem darum nicht viel, da er den Kern und das Wesen des Todes im Grunde leugnet

Quelle

MAX Scheler • TOD UND FORTLEBEN. Schriften aus dem Nachlass, Bd. I, 1957, Bonn. S. 15.

»Nach unseren Begriffen sollte die Strafe dem Vergehen angemessen sein. Warum dann ewige Strafen für die zeitlichen Vergehen eines so schwachen Geschöpfes wie des Menschen?«

Quelle

David Hume, Über die Unsterblichkeit der Seele, Die Naturgeschichte der Religion. Über Aberglaube und Schwärmerei. Über die Unsterblichkeit der Seele. Über Selbstmord, Lothar Kreimendahl (Hrsg.), Hamburg, Felix Meiner Verlag, 2000, S. 79-87.

»Die Erde wälzt sich vom Tage in die Nacht; das Individuum stirbt: aber die Sonne selbst brennt ohne Unterlaß ewigen Mittag; dem Willen zum Leben ist das Leben gewiß; die Form des Lebens ist Gegenwart ohne Ende; gleichviel wie Individuen, Erscheinungen der Idee, in der Zeit entstehn und vergehn, flüchtigen Träumen zu vergleichen.«

Arthur Schopenhauer, Metaphysik der Sitten. Philosophische Vorlesungen. Teil IV, Volker Spierling (Hrsg.), Piper, 1988 München/Zürich.

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