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Schlagwort: Christentum

»Der Gott des Theismus muß das Lachen im Ernste fürchten: denn er will sich in beständiger Ferne von der Welt behaupten, gibt die Durchdringung des Endlichen und Unendlichen nicht zu, und da beide Momente hiermit für diese Weltanschauung nicht ineinander sind, so erhält sich auch das Unendliche nicht in der Kollision mit dem Endlichen der Erscheinungswelt.«

Quelle

Friedrich Theodor Vischer: Über das Erhabene und Komische – und andere Texte zur Ästhetik. Einl. von Willi Oelmüller. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1967, S. 160-183.

»Es hatte und hat freilich seine Notwendigkeit und seinen guten Sinn, wenn in Zeiten eines wachen christlichen Empfindens zum Schmerz aller Ästheten heidnische Tempel dem Erdboden gleichgemacht, Götter- und Heiligenbilder zerstört, Glasmalereien entzweigeschlagen, Orgeln ausgeräumt wurden.«

Quelle

KARL Barth • Kirchliche Dogmatik, Theologischer Verlag TVZ, 1993, I,2, Zürich • §17 GOTTES OFFENBARUNG ALS AUFHEBUNG DER RELIGION (1937).

»Wäre [Jesus] doch in der Wüste geblieben und ferne von den Guten und Gerechten! Vielleicht hätte er leben gelernt und die Erde lieben gelernt – und das Lachen dazu!«

Quelle

Friedrich Nietzsche, Sämtliche Werke, Teil 4, Also sprach Zarathustra, Deutscher Taschenbuch, 1999, Giorgio Colli / Mazzino Montinari (Hrsg.), München/Berlin/New York • Von den Predigern des Todes / Vom freien Tode.

»Denn wie es ein Mensch war, der vom Teufel besiegt und überlistet wurde, so sollte es auch ein Mensch sein, der den Teufel besiegte, und wie der Mensch den Tod verdiente, so sollte auch ein Mensch den Tod durch seinen Tod überwinden.«

Quelle

Thomas von Aquin: Summa Theologica. Übers. von Dominikanern und Benediktinern Deutschlands und Österreichs. Hrsg. von der Albertus-Magnus-Akademie. Wlaberg bei Köln. Heidelberg/Graz/Wien/Köln: Styria Premium Verlag 1981. – © 1981 Styria Verlag in der Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG, Graz – Wien – Köln. [S. th. III, Frage 46, Art. 3]

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